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Rohe oder geröstete Nüsse: Was ist wirklich gesünder?

Von Ersin Kutlu  •   1 Minuten gelesen

Rohe oder geröstete Nüsse: Was ist wirklich gesünder?

Im Supermarktregal stehen sie oft direkt nebeneinander: rohe und geröstete Nüsse. Doch was verändert sich beim Rösten eigentlich, und welche Variante ist wirklich gesünder?

Was verändert sich beim Rösten?

Auf der Nährwerttabelle unterscheiden sich rohe und geröstete Nüsse kaum. Kalorien-, Fett- und Proteingehalt steigen beim Rösten nur leicht an, weil der Nuss Feuchtigkeit entzogen wird und sich die Nährstoffe dadurch auf weniger Gewicht konzentrieren.

Was passiert mit Vitaminen und Antioxidantien?

Hier zeigt sich der eigentliche Unterschied: Hitzeempfindliche Vitamine wie Vitamin E, Thiamin und einige Carotinoide gehen beim Rösten teilweise verloren. Gleichzeitig entstehen durch die Röstreaktion auch neue Verbindungen mit antioxidativer Wirkung, sodass der Effekt je nach Nährstoff unterschiedlich ausfällt. Aus reiner Nährstoff-Sicht liegen rohe Nüsse dadurch minimal vorn, der Unterschied ist im Alltag aber überschaubar.

Geschmack, Verdaulichkeit und Einsatz in der Küche

Der deutlichste Unterschied liegt im Geschmack: Rösten intensiviert Aroma und Röstnoten und macht Nüsse knuspriger, während rohe Nüsse milder und leicht bissfester sind. Für manche Menschen sind geröstete Nüsse zudem etwas leichter verdaulich. In der Küche eignen sich rohe Nüsse gut zum Mixen, etwa für Nussmus oder Backwaren, während geröstete Nüsse pur als Snack oder als Topping ihre Röstaromen am besten entfalten.

Unterm Strich gibt es kein klares "gesünder" oder "ungesünder", eher eine Frage von Geschmack und Verwendungszweck. Beide Varianten liefern die wertvollen Fette, Proteine und Nährstoffe, die Nüsse so besonders machen.

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