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Cashew W240: Was die Zahl auf der Verpackung wirklich bedeutet

Von Ersin Kutlu  •   2 Minuten gelesen

Ganze Cashew Frucht am Baum

Wer öfter Cashewkerne kauft, ist der Bezeichnung "W240" schon begegnet, meist klein gedruckt neben "W180" oder "W320". Was auf den ersten Blick wie eine Modellnummer wirkt, ist tatsächlich eine weltweit genutzte Größenklassifizierung für Cashewkerne.

Was bedeutet das "W"?

Das "W" steht für "White Wholes", also ganze, helle Kerne ohne Bruch oder Verfärbung.

Und was hat es mit der Zahl auf sich?

Die Zahl gibt an, wie viele Kerne ungefähr auf ein englisches Pfund (453 Gramm) gehen. Je niedriger die Zahl, desto größer und schwerer der einzelne Kern, denn es passen weniger davon aufs Pfund. Ein W180 ist entsprechend die Premiumgröße mit besonders großen, gleichmäßigen Kernen, W240 liegt im gehobenen Mittelfeld, und W320 ist die weltweit am häufigsten gehandelte Größe, weil sie das beste Verhältnis aus Preis, Optik und Verfügbarkeit bietet.

Die Größe sagt dabei nichts über den Geschmack aus, wohl aber über die Optik und das Knabbererlebnis: größere Kerne wirken hochwertiger und eignen sich gut zum pur Genießen, während kleinere Größen häufig in Mischungen, zum Backen oder für die Weiterverarbeitung eingesetzt werden.

Woher kommen die Nüsse eigentlich?

Der Cashewbaum stammt ursprünglich aus Brasilien und wurde vor Jahrhunderten von portugiesischen Händlern nach Indien und Ostafrika gebracht, wo er bis heute wächst. Der Rohkern, die eigentliche Cashewnuss, wird heute vor allem in Westafrika angebaut, Länder wie die Elfenbeinküste, Benin, Tansania und Nigeria zählen zu den größten Anbauregionen weltweit. Verarbeitet, also aus der harten Schale gelöst und geröstet, werden die Rohkerne größtenteils in Vietnam und Indien, den beiden globalen Zentren der Cashewverarbeitung.

Wenn also das nächste Mal "W240" auf der Verpackung steht, weißt du: gleichbleibend große, sortenreine Kerne, irgendwo zwischen Premium und Alltag, mit einer Reise von westafrikanischen Plantagen bis in die Verarbeitungsbetriebe Südostasiens hinter sich.

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